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28Nov

Aufruf Menschen mit trans*, inter* bzw. nicht binären Hintergrund

Für alle, die sich politisch für Menschen mit trans*, inter* bzw. nicht binären Hintergrund engagieren möchten, wollen wir Möglichkeiten schaffen, sich auszutauschen und ein Netzwerk ins Leben zu rufen.

Alle, die in solchem Netzwerk mitmachen möchten, bitten wir, uns ihre E-Mail-Adressen zu schicken, damit wir daraus einen Verteiler kreieren können. Dabei ist uns wichtig, neben grünen Mitgliedern auch Menschen und Organisationen außerhalb unserer Partei anzusprechen. Neben der Erstellung eines E-Mail-Verteilers planen wir für das nächste Jahr ein erstes Arbeitstreffen voraussichtlich in Berlin.

Zunächst möchten wir euer Interesse wecken und euch bitten, diese Information auch an andere Interessierten weiterzuleiten.

Mails bitte an die Sprecherinnen der BAG Lesbenpolitik: sprecherinnen[at]gruene-bag-lesbenpolitik.de ([at] ersetzen)

28Nov

Zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts über ein drittes Geschlecht im Geburtenregister

Das Urteil ist ein Meilenstein für das Selbstbestimmungsrecht von intersexuellen Menschen. Daras folgt: Die Welt ist nicht ausschließlich zweigeschlechtlich. Dafür streiten wir Grüne seit Langem. Die persönliche Freiheit und nicht Ordnungsvorstellungen über die Geschlechter müssen Leitbild eines menschenrechtsorientierten Personenstandsrechts sein.

Nach jahrelangem Kampf um die Anerkennung und gegen menschenrechtswidrige Praktiken, wie die geschlechtsangleichenden Operationen, ist das der erste große Schritt auf dem Weg zur Gleichberechtigung und Akzeptanz. Nun muss der Gesetzgeber der tatsächlichen Vielfalt der Geschlechter Rechnung tragen und eine dritte Geschlechtskategorie ermöglichen oder sogar ganz auf den Geschlechtseintrag verzichten ( Anm.: Was sich aus dem Urteil des BVerfG übrigens auch ergeben kann!). Eigentlich gibt es nämlich gar keinen Grund für diesen Eintrag. Z.B. die Einberufung zur Bundeswehrf (nur männliche Rekruten) und die Ehe für Alle hat das überflüssig gemacht. Einfach wird das sicherlich nicht sein. weil es doch noch immer Denkschablonen gibt, Menschen in vorgegebene Raster zu pressen und ihnen das Leben schwerzumachen. Neben den Intersexuellen (DSD) gilt das auch für transidente Personen, denen durch das TSG (Transsexuellengesetz) ein entwürdiges und zum Teil sinnloses juristisches Verfahren auferlegt wird.

Das muss ein Ende haben.

Darüber hinaus müssen „geschlechtszuweisende und -anpassende“ Operationen an minderjährigen intergeschlechtlichen, nicht transidenten Menschen vor deren Einwilligungsfähigkeit grundsätzlich verboten werden. Dabei muss gewährleistet sein, dass eine alleinige Einwilligung der Eltern in irreversible geschlechtszuweisende Operationen ihres minderjährigen Kindes – außer in lebensbedrohlichen Notfällen – nicht zulässig ist. Dafür werden wir Grüne uns auch weiterhin einsetzen.

 

Rita Nowak, Sprecher*in “BAG Lesbenpolitik”

Bündnis 90/Die Grünen

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